Parasiten

Die Feinde der Wildbienen

Buntkäfer

Buntkäferlarve

Buntkäfer

Larve des Buntkäfers

Die Larve des Buntkäfers versucht sich in einen weiteren Nistgang durchzufressen, um dort weitere Wildbienen, die sich mittlerweile zu Kokons verpuppt haben, aufzufressen.

Buntkäfer

Das Weibchen legt bis zu 18 länglich ovale ca. 1 mm lange Eier in den Nistgängen ab.

Käfer der Gatttung Trichodes ernähren sich räuberisch von den Wildbienen in den Kokons als auch vom Pollen. Sie sind dabei so gefräßig, dass sie die Zwischenwände durchbeißen um sich von Kokon zu Kokon fressen.

Hierbei fressen sie die Bienen bei lebendigem Leibe und wachsen zunehmend.

Auch haben wir schon beobachtet, dass die Larven die MDF Brettchen durchfressen, um in einen weiteren Nistgang zu gelangen.

Daher ist es wichtig, die Kokons zeitig, bereits ab Mitte August zu entnehmen, um die Larve des Buntkäfers frühzeitig daran zu hindern, den Bienenbestand im Hotel drastisch zu minimieren.

Sie fressen die Bienen bei lebendigem Leibe!

Sechspunkt-Diebskäfer
Nest des Sechspunkt Diebskäfers

Nest des Diebskäfers, mit weißer Seide ausgekleidet

Larve des Sechspunkt Diebskäfers

entnommenes Nest des Diebskäfers mit Larve

Sechspunkt-Diebskäfer

Der winzige Diebskäfer ist ein Mitesser in älteren Nestern von Mauerbienen, wo sich dessen Larven von den Pollenresten, Bienenkot und Larvenresten ernähren.

Wissenswert:

Vom Diebskäfer können kleine Löcher in die äußeren Lehmwände gebohrt werden.

Taufliegenlarven

Taufliegenlarven

Larven der Taufliege

Larven der Taufliege mit orangen spaghettiartigen Kotrückständen

Taufliegen

Taufliegenlarven leben in den Nestern solitärer Bienen und ernähren sich von Pollen- und Nektarvorräten.

Am Ende der Entwicklung der Larve bildet sich eine braune Tönnchenpuppe, die ggf. im Nistgang überwintert. Oft entwickeln sich mehrere Generationen im Jahr, je nach Taufliegenart, womit wieder geöffnete Außenlehmwände zu erklären sind (kleines Löchlein im Lehmdeckel).

Die Larve beißt mit ihren Kauferwerkzeugen ein Loch in die Lehmwand, um diese als entwickelte Fliege verlassen zu können.

Da die Taufliegenlarven sehr klein sind und solange sich nur 1-3 Fliegenlarven in der Brutzelle befinden, reicht der Pollenvorrat auch noch für die Wildbienenlarve aus, allerdings bleiben solche Mauerbienen aufgrund des Nahrungsmangels auffällig klein.

Auffälligkeit: orange-roter spaghettiförmiger Kot im Inneren der Brutzelle der Mauerbiene, mit mehreren Taufliegenlarven versehen.

Futterparasiten

Die Taufliegen sind keine direkten Schädlinge für die Kokons der Wildbiene, es sind Futterparasiten.

Trauerschweber

Trauerschweberlarve

Puppe des Trauerschwebers

Puppe des Trauerschwebers

Bild oben:

Die Puppen befanden sich in den Kokons der Mauerbienen, die bis Ende Juni nicht geschlüpft waren.

Trauerschweber

Die Fliege schwebt wie ein Hubschrauber vor den Nisteingängen und schleudert ihr Ei mit einer wippenden Bewegung des Hinterleibs direkt in den Nistgang. Die Larve wandert zu der neu angelegten Brutzelle der Mauerbiene. Hier wartet sie ab und lässt sich in der Brutzelle mit dem Ei der Mauerbiene abschließen.

Anfänglich ernährt sie sich vom Pollen- und Nektarvorrat. Wenn die Mauerbienenlarve ihren Kokon spinnt, lässt sich die Trauerschweberlarve mit einspinnen. Im Inneren saugt die Trauerschweberlarve die Bienenlarve nach und nach aus.

Ab Juni schlüpft auch der Trauerschweber, nachdem alle Mauerbienen bereits geschlüpft sind. Ungeöffnete Kokons sollten daher ab spätestens Anfang Juni aussortiert werden.

In Deutschland sind ca. 2 % aller Kokons in Mauerbienenzuchten mit Trauerschweber parasitiert, in Italien können sogar bis zu 95 % aller Kokons mit Trauerschweber parasitiert sein.

Gegenmaßnahmen: Gelb angestrichene Nisthilfe-Attrappen, deren Gänge nur einen halben Millimeter tief sind, die den Trauerschweber zur Eiablage veranlassen, was dann natürlich völlig sinnlos ist.

Im Inneren saugt die Trauerschweberlarve die Bienenlarve nach und nach aus!